Wappen

Die Vorgeschichte

Einmalig dürfte die Darstellung dieses Insektes in einem Wappen sein. Gerade dieses und die damit verbundenen heraldischen Hindernisse waren ausschlaggebend für die Darstellung im Gemeindewappen. Im Jahre 1996 feierte der Ort Brekendorf das 800- jährige Jubiläum. Zu diesem Anlass wollte die Gemeinde sein Wappen präsentieren. In den Vorgesprächen im Gemeinderat wurde unter Hinweis auf die Entstehung des Ortes, die durch eine kleine Sage den Älteren überliefert worden war, der Wunsch geäußert, die Ameise im Wappen zu haben.
Diese Tiere sollen nämlich die Vorfahren von ihrem angestammten Wohnplatz, der nordöstlich zwischen Brekendorf und Grevensberg gelegen haben soll, vertrieben haben. Eine Ameisenplage, die auf dem sandigen Boden gut vorstellbar ist, hat dafür gesorgt, dass die Bewohner ihre Häuser abbrachen und an andere Stelle neu aufbauten. Dieses Abbrechen, im plattdeutschen "afbreken" genannt, ist auch eine sinnvolle Erklärung für das Zustandekommen des einmaligen Ortsnamens.
Im Laufe der sich über einige Jahre dauernde Arbeiten an der Gestaltung des Wappens, stieß man zudem auf Unterlagen über Ausgrabungen. Dabei war unter anderem auch eine bronzene Zierscheibe gefunden worden. Sie hat einen Durchmesser von ca. 6 cm. Dieses Schmuckstück ist bisher nur in zwei Exemplaren gefunden worden, einmal in Holstein und eben in Brekendorf. Die Brekendorfer Zierscheibe hat durch die Verzierung mit Spiralen eindeutig den Charakter eines dänisch/ germanischen Schmuckstücks. Die Enstehungszeit dürfte auf etwa 800 v. Chr. zu datieren sein. Die Farben Blau und Gelb wurden gewählt, um auf die geschichtliche Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig hinzuweisen.

Der obere Teil:
Der obere Teil des Wappens ist in gelb/gold gehalten. Mit dieser Farbe wird die lange landwirtschaftliche Tradition des ehemaligen Bauerndorfes signalisiert.Die Ameise ist eine Anspielung auf die "sagenhafte" Entstehung des Ortes.

Der untere Teil:
Im unteren Teil begrenzt mit dem Dreiberg als Trennungslinie- wird mit der Farbe Blau zusätzlich ein Hinweis auf den Rammsee gegeben. Der Dreiberg soll die Hüttener Berge symbolisieren, deren meisten und höchsten Erhebungen innerhalb der Gemeinde sind. Eingebettet in das Blau befindet sich die runde gelbe (goldfarbene) Zierscheibe mit schwarzen Linien. Damit ist ein Hinweis auf die viele tausend Jahre lange Bewohnung des Gebietes gegeben.